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Allgemeine Geschäftsbedingungen

für die Nutzung von mybeautykey.de

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für sämtliche Verträge zwischen

Thomas Fiebig, handelnd als: Veradex (Einzelunternehmen), Bürgermeister-Benz-Str. 13, 77787 Nordrach, Deutschland (nachfolgend „Anbieter"),

und der Nutzerin bzw. dem Nutzer (nachfolgend „Kundin") über die Nutzung der auf mybeautykey.de sowie unter zugehörigen Subdomains bereitgestellten Software-as-a-Service-Leistungen (nachfolgend „Portal") und über den einmaligen Bibliothek- Einrichtungsservice.

(2) Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmerinnen und Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (insbesondere selbstständige Beraterinnen, Kosmetikstudios, Friseur- und Salon-Betriebe, Marken- und Herstellerinnen). Verbraucherverträge im Sinne des § 13 BGB werden nicht geschlossen. Die Kundin bestätigt mit Vertragsschluss, dass sie den Vertrag in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit abschließt.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen der Kundin werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(4) Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesen AGB durchgehend die weibliche Sprachform verwendet. Sämtliche Regelungen gelten unabhängig vom Geschlecht in gleicher Weise für alle Vertragspartner und Vertragspartnerinnen sowie sonstige natürliche und juristische Personen.

§ 2 Leistungsumfang

(1) Der Anbieter stellt der Kundin über das Portal eine Software-Anwendung zur Durchführung von Haar- und Pflegeberatungen zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils gebuchten Tarifstufe (Basic oder Pro). Eine Beschreibung der Tarifstufen ist auf der Preise-Seite des Portals einsehbar.

(2) Der Anbieter kann den Funktionsumfang laufend weiterentwickeln. Änderungen, die die vertraglich geschuldete Kern­leistung nicht wesentlich beeinträchtigen, sind zulässig und werden der Kundin in geeigneter Form angekündigt. Werden wesentliche Leistungs­merkmale reduziert, hat die Kundin ein Sonderkündigungsrecht nach § 10 Abs. 4 dieser AGB.

(3) Der Anbieter stellt das Portal mit einer Verfügbarkeit von mindestens 99 % im Monatsmittel eines Kalendermonats bereit, gemessen am Übergabepunkt zum Rechenzentrum des Hosting- Dienstleisters. Nicht in die Verfügbarkeit eingerechnet werden Zeiten

(4) Der Anbieter arbeitet mit etablierten Infrastruktur- Anbietern (derzeit Vercel Inc. und Supabase Inc., jeweils EU-Rechenzentren) und richtet sich in seiner Verfügbarkeit nach deren Betrieb. Die gesetzlichen Mängelrechte der Kundin bleiben unberührt. Ein automatischer Anspruch auf Gutschriften oder Vertragsstrafen bei Unter­schreiten der Zusage besteht nicht.

(5) Der Anbieter bemüht sich um eine zeitnahe Reaktion auf Support-Anfragen der Kundin, garantiert jedoch keine bestimmte Antwort- oder Bearbeitungs­frist. Ein Anspruch auf einen persönlichen Support-Kontakt außerhalb der jeweils zumutbaren Bearbeitungs­zeiten besteht nicht.

§ 3 Nutzungsrechte am Portal

(1) Die Kundin erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, das Portal über einen Internet- Browser bestimmungsgemäß zu nutzen. Das Nutzungsrecht ist auf die im gebuchten Tarif vorgesehenen Funktionen und auf die Kundin selbst (sowie deren namentlich benannte Mitarbeiterinnen) begrenzt.

(2) Untersagt sind insbesondere die Vervielfältigung des Portals außerhalb des vertrags­gemäßen Gebrauchs, Reverse- Engineering, Dekompilierung, das Ableiten von Quellcode aus dem Frontend, die Weitergabe der Zugangs­daten an Dritte, die Nutzung des Portals oder einzelner Funktionen für Dritte (Untervermietung, White-Label ohne separate Vereinbarung) sowie jede Nutzung für andere als die vertraglich vereinbarten Zwecke.

(3) Sämtliche Rechte am Portal, insbesondere Rechte an Software, Gestaltung, Marken, Empfehlungslogik, dem zugrunde liegenden Regelkatalog sowie an den vom Anbieter bereitgestellten Post- Ideen und Vorlagen verbleiben beim Anbieter. Inhalte, die die Kundin selbst im Portal einstellt, bleiben Eigentum der Kundin; insoweit gilt § 11 Abs. 4 (Nutzungsrechte an hochgeladenen Inhalten).

§ 4 Gewährleistung

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass das Portal die im Leistungs­umfang nach § 2 beschriebene Funktionalität während der Vertragslaufzeit im Rahmen der vereinbarten Verfügbarkeit erbringt. Die Bereitstellung erfolgt in Anwendung der §§ 535 ff. BGB entsprechend, soweit nachstehend nichts Abweichendes geregelt ist.

(2) Mängel des Portals hat die Kundin unverzüglich in Textform (E-Mail an info@mybeautykey.de) unter Beschreibung der Fehlersituation zu melden, damit eine zeitnahe Analyse und Behebung möglich ist.

(3) Bei berechtigten Mängelrügen ist der Anbieter berechtigt, den Mangel nach eigener Wahl durch Nachbesserung oder Ersatzleistung zu beheben. Weitere Rechte der Kundin (insbesondere Minderung nach § 536 BGB) bleiben unberührt, sofern die Nachbesserung endgültig fehlschlägt oder unzumutbar ist.

(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel nach § 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB ist im Rahmen des gesetzlich Zulässigen ausgeschlossen. § 14 (Haftung) bleibt unberührt.

§ 5 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistungen im Portal stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar, sondern eine Aufforderung an die Kundin zur Abgabe eines Angebots.

(2) Die Kundin gibt ihr Angebot durch Registrierung eines Kontos, Auswahl einer Tarifstufe und Bestätigung des Kauf- oder Buchungs­buttons ab. Der Vertrag kommt mit Bereitstellung des Portal-Zugangs bzw. mit Bestätigungs-E-Mail des Anbieters zustande.

(3) Vertragssprache ist Deutsch.

§ 6 Kostenlose Testphase

(1) Neuen Kundinnen wird eine kostenlose Testphase von 14 Tagen ab Konto-Registrierung eingeräumt, in der der volle Portal-Funktionsumfang zur Verfügung steht.

(2) Nach Ablauf der Testphase wird der Zugriff auf das Portal gesperrt, sofern die Kundin bis dahin keinen kostenpflichtigen Tarif abgeschlossen hat. Erstellte Daten bleiben in dieser Zeit erhalten und werden nach Wahl eines Tarifs wieder zugänglich. Eine automatische Umwandlung der Testphase in einen kosten­ pflichtigen Vertrag erfolgt nicht.

(3) Wählt die Kundin binnen 30 Tagen nach Ablauf der Testphase keinen kostenpflichtigen Tarif, werden das Konto und alle zugehörigen Daten (Kundinnen-Analysen, Bibliothek, Branding, Fotos) automatisch und unwiderruflich gelöscht. 2 Tage vor der Löschung wird die Kundin per E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse erinnert. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (insbesondere §§ 147 AO, 257 HGB) bleiben unberührt.

§ 7 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Portal ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich in Euro und enthalten – soweit anwendbar – die gesetzliche Umsatzsteuer.

(2) Die Abrechnung des monatlichen bzw. jährlichen Tarifs erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum. Der einmalige Bibliothek-Einrichtungsservice (§ 9) wird sofort mit Buchung fällig.

(3) Der Zahlungs­abwicklungs­prozess erfolgt über den externen Zahlungs­dienstleister Stripe Payments Europe Ltd., 1 Grand Canal Street Lower, Dublin, Irland (nachfolgend „Stripe"). Es gelten insoweit ergänzend die Nutzungs- und Datenschutz­ bestimmungen von Stripe.

(4) Rechnungen werden der Kundin elektronisch (per E-Mail oder im Zahlungs­portal von Stripe) zur Verfügung gestellt. Die Kundin erklärt sich mit dem elektronischen Rechnungs­versand einverstanden.

(5) Kommt die Kundin mit einer Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugriff auf das Portal bis zum vollständigen Ausgleich der offenen Forderung auszusetzen. Weitergehende gesetzliche Rechte, insbesondere zur außer­ ordentlichen Kündigung und zur Geltendmachung von Verzugs­ zinsen und -schäden nach § 288 BGB, bleiben unberührt.

(6) Kann eine SEPA-Lastschrift wegen fehlender Kontodeckung, Widerspruchs oder aus sonstigen von der Kundin zu vertretenden Gründen nicht eingezogen werden und entstehen dem Anbieter dadurch Rücklastschrift-Gebühren des Zahlungs­dienstleisters, ist der Anbieter berechtigt, diese Gebühren pauschal in Höhe von 4,00 EUR pro Rücklastschrift weiter­zubelasten. Die Pauschale wird der Kundin mit der nächsten regulären Abrechnung in Rechnung gestellt. Der Kundin bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.

§ 8 Preise und Preisanpassung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Portal ausgewiesenen Preise des gewählten Tarifs. Für ein bereits gebuchtes Monats-Abonnement gilt der bei Buchung ausgewiesene Preis bis zum Ende des laufenden Monats; für ein bereits gebuchtes Jahres-Abonnement bis zum Ende der bezahlten Jahres- Periode.

(2) Der Anbieter kann die Preise für zukünftige Abrechnungs- Perioden ändern. Preisänderungen werden der Kundin mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform (E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse) angekündigt. Der neue Preis gilt ab der ersten Abrechnungs-Periode, die nach Ablauf der Ankündigungs­frist beginnt.

(3) Die Kundin kann das Abonnement — wie in § 10 geregelt — jederzeit zum Ende der laufenden Abrechnungs-Periode ordentlich kündigen und damit auch der Anwendung eines geänderten Preises entgehen.

(4) Absätze 1 bis 3 gelten nicht für Änderungen des Leistungs­umfangs (z. B. Wechsel Basic ↔ Pro, Zubuchung optionaler Zusatz­leistungen). Hierfür gilt der jeweils veröffentlichte Preis des neu gewählten Tarifs.

§ 8a Aktionen und zeitlich begrenzte Angebote

(1) Der Anbieter kann von Zeit zu Zeit zeitlich begrenzte Aktionen mit rabattierten Preisen oder anderen Vergünstigungen anbieten (z. B. Starter-Rabatte, Jubiläums-Angebote, Einführungs­aktionen für neue Tarife). Der jeweilige Aktions­zeitraum sowie die konkreten Konditionen werden auf der Portal-Website (mybeautykey.de) und im Kundinnen-Cockpit unter „Einstellungen" ausgewiesen.

(2) Sofern in den jeweiligen Aktions­bedingungen nichts Abweichendes bestimmt ist, gelten folgende allgemeine Regelungen:

(3) Der Kündigungs- und Wechsel­flow ist von einer Aktions­teilnahme nicht berührt. Die Regelungen zur Vertrags­laufzeit und Kündigung nach § 10 gelten unabhängig davon, ob die Kundin einen Aktions­rabatt in Anspruch nimmt.

§ 8b Empfehlungsprogramm

(1) Der Anbieter kann bestehenden Kundinnen mit aktivem, kostenpflichtigem Abonnement die Teilnahme an einem Empfehlungs­programm ermöglichen. Details, insbesondere zur Höhe des Rabatts für die geworbene Neu­kundin und zur Gutschrift für die werbende Kundin, ergeben sich aus den separaten Teilnahme­bedingungen, die auf der Portal-Website ausgewiesen sind.

(2) Gutschriften aus dem Empfehlungs­programm werden ausschließlich als Guthaben auf dem Kunden­konto der werbenden Kundin geführt und automatisch mit künftigen Rechnungen verrechnet. Ein Anspruch auf Auszahlung in Geld besteht nicht. § 8a Abs. 2 (Personen­gebundenheit, Missbrauchs­schutz, keine gewerbliche Weiter­gabe) gilt entsprechend.

(3) Bei Beendigung des Abonnements der werbenden Kundin verfällt ein noch nicht verrechnetes Guthaben ersatzlos.

§ 9 Bibliothek-Einrichtungsservice

(1) Der Bibliothek-Einrichtungsservice ist eine einmalige, entgeltliche Zusatzleistung. Der Anbieter pflegt bis zu 100 Produkt-Artikel nach Vorgaben der Kundin in die Produkt-Bibliothek ihres Portal-Kontos ein. Der Preis wird zum Zeitpunkt der Buchung im Portal ausgewiesen und ist einmalig fällig.

(2) Die Kundin stellt dem Anbieter die für die Einpflege erforderlichen Produktinformationen bereit. Zulässig sind Excel-, CSV-, PDF- und Bilddateien (JPG/PNG). Bei größeren Sortimenten oder außergewöhnlichem Aufwand behält sich der Anbieter vor, die Kundin vor Bearbeitungs­beginn zu kontaktieren und ein gesondertes Angebot zu unterbreiten.

(3) Der Anbieter bemüht sich, die Einpflege innerhalb von 2 bis 5 Werktagen nach vollständigem Eingang der Unterlagen abzuschließen. Diese Angabe ist eine unverbindliche Orientierung und begründet keine kalender­mäßig bestimmte Leistungszeit im Sinne des § 286 Abs. 2 BGB.

(4) Nutzungsrechte an übermittelten Inhalten. Die Kundin versichert, dass sie berechtigt ist, dem Anbieter die übermittelten Produktdaten, Fotos, Kataloge und Texte zum Zwecke der Bibliothek-Einpflege zur Verfügung zu stellen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die Inhalte nicht aus dem Eigen-Sortiment der Kundin stammen, sondern z. B. von Marken-Partnerinnen, Herstellerinnen oder Lieferantinnen. Die Kundin räumt dem Anbieter für die Dauer der Auftragserfüllung ein einfaches, nicht ausschließliches, zeitlich auf die Bearbeitungs­dauer beschränktes Nutzungsrecht an den übermittelten Inhalten ein, soweit dies zur Erbringung der Leistung erforderlich ist. Die Kundin stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung von Nutzungs- oder Marken­rechten durch die von ihr übermittelten Inhalte beruhen.

(5) Rückerstattung. Eine Rückerstattung des Entgelts für den Einrichtungs­service ist ausgeschlossen, sobald mit der Bearbeitung begonnen wurde. Sofern der Anbieter den Auftrag nicht annimmt (z. B. wegen fehlender Unterlagen, Verstoß gegen Rechte Dritter oder Überschreitung des vereinbarten Umfangs) und eine einvernehmliche Lösung nicht zustande kommt, wird das Entgelt vollständig erstattet.

(6) Der Anbieter verarbeitet die übermittelten Dateien ausschließlich zum Zwecke der Bibliothek-Einpflege; siehe hierzu auch § 12 dieser AGB und die Datenschutzerklärung.

§ 10 Vertragslaufzeit, Kündigung und Datenexport

(1) Monats-Abonnements verlängern sich automatisch um jeweils einen Monat, sofern sie nicht bis zum Ende des laufenden Monats gekündigt werden.

(2) Jahres-Abonnements verlängern sich automatisch um jeweils zwölf Monate, sofern sie nicht bis zum Ende der laufenden Vertragslaufzeit gekündigt werden.

(3) Die Kündigung kann jederzeit in Textform (z. B. E-Mail an info@mybeautykey.de) oder – soweit im Portal angeboten – über die Konto-Einstellungen erklärt werden.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt beiden Parteien unbenommen. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor bei erheblichem Zahlungsverzug (§ 7 Abs. 5), bei schwerwiegender oder wiederholter Verletzung dieser AGB durch die Kundin oder bei Anzeichen für rechtswidrige Nutzung des Portals. Ein wichtiger Grund für die Kundin liegt insbesondere bei wesentlicher Leistungs­minderung (§ 2 Abs. 2) vor.

(5) Nach Vertragsende bleibt das Kundinnen-Konto für einen Zeitraum von 30 Tagen im Lesezugriff bestehen, damit die Kundin ihre Daten exportieren kann. Danach werden die Konto-Daten gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen (insbesondere Rechnungsdaten bis zu 8 Jahre nach § 147 AO — siehe Datenschutz­erklärung).

(6) Der Datenexport während der 30-Tage-Frist umfasst die im Portal für die Kundin verfügbaren Auswertungen (Kundinnen-Analysen, Bibliothek-Anpassungen, Notizen). Die Kundin ruft den Export selbst im Cockpit auf; auf Anfrage per E-Mail unterstützt der Anbieter im Rahmen des zumutbaren Aufwands. Zwei Tage vor Ablauf der 30-Tage-Frist erhält die Kundin eine automatische Erinnerung per E-Mail an die im Konto hinterlegte Adresse. Die genauen Datenschutz-Regeln zur Löschung ergeben sich aus dem Auftragsverarbeitungs­vertrag (AVV § 11) und der Datenschutz­erklärung.

§ 11 Pflichten der Kundin

(1) Die Kundin ist verpflichtet, ihre Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn Anhaltspunkte für einen Missbrauch bestehen.

(2) Die Kundin darf das Portal nicht zu rechtswidrigen oder gegen diese AGB verstoßenden Zwecken nutzen. Sie ist selbst dafür verantwortlich, dass die von ihr erhobenen und im Portal verarbeiteten Kundinnen-Daten (z. B. Fragebogen-Antworten) auf gültigen Rechtsgrundlagen beruhen.

(3) Die Kundin trägt die Verantwortung dafür, ihre eigenen Endkundinnen datenschutz­konform zu informieren, insbesondere wenn diese den Fragebogen des Portals ausfüllen.

(4) Die Kundin lädt im Rahmen der Portal-Nutzung Inhalte hoch (z. B. Bilder, Beschreibungen und Kataloge in ihrer Produkt- Bibliothek, Branding-Elemente wie Portrait- und Titelbilder, Text-Vorlagen, Sprachnachrichten sowie Datei-Anhänge zu Kundinnen-Notizen im CRM, etwa Screenshots versendeter Warenkörbe, Produktfotos oder exportierte Kommunikations­verläufe zur Dokumentation der Beratung). Sie räumt dem Anbieter an diesen Inhalten ein einfaches, räumlich und zeitlich auf die Vertragslaufzeit begrenztes Nutzungsrecht ein, soweit dies zur Erbringung der Portal- Leistungen erforderlich ist (insbesondere Speicherung, Anzeige im Cockpit und gegenüber Endkundinnen sowie Verarbeitung durch Unterauftrags­verarbeiter). Die Kundin sichert zu, zur Nutzung dieser Inhalte berechtigt zu sein und keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Datenschutz­rechte) zu verletzen. Bei Datei-Anhängen zu Notizen versichert die Kundin insbesondere, keine besonderen Kategorien personen­bezogener Daten (Art. 9 DSGVO), keine Ausweis-, Rezept- oder Gesundheits­unterlagen und keine personen­ bezogenen Daten unbeteiligter Dritter (z. B. Zahlungs­informationen Dritter, Personen im Hintergrund) hochzuladen. Ist die Kundin in einem Vertriebspartnerschafts-Verhältnis mit einem Hersteller oder Vertriebs­unternehmen tätig, ist sie selbst dafür verantwortlich, die Regelungen dieses Partnerschafts-Vertrags (insbesondere zu Nutzung und Weitergabe von Produkt-Inhalten) einzuhalten.

(5) Die Kundin stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus der schuldhaften Verletzung dieser Pflichten (insbesondere Absätze 2 bis 4) resultieren. Die Freistellung umfasst auch die angemessenen Kosten einer Rechts­verteidigung. Der Anbieter informiert die Kundin bei einer solchen Inanspruchnahme unverzüglich und gibt ihr Gelegenheit zur Stellungnahme.

(6) Wird der Anbieter durch einen Dritten glaubhaft auf eine Rechts­verletzung durch von der Kundin hochgeladene Inhalte hingewiesen, ist er berechtigt, die betroffenen Inhalte binnen 48 Stunden zu sperren oder zu entfernen. Die Kundin wird hierüber unverzüglich informiert und erhält Gelegenheit, die Beanstandung zu entkräften. Bleibt die Beanstandung begründet, dürfen die entfernten Inhalte nicht erneut eingestellt werden.

§ 12 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Portal-Nutzung personenbezogene Daten der Endkundinnen der Kundin (z. B. Fragebogen-Antworten, Analyse­ergebnisse, Kontaktdaten) im Auftrag der Kundin verarbeitet, erfolgt dies als Auftragsverarbeitung im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die Kundin ist insoweit Verantwortliche, der Anbieter Auftragsverarbeiter.

(2) Die für die Auftragsverarbeitung erforderlichen Regelungen nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO – insbesondere Gegenstand und Dauer der Verarbeitung, Art und Zweck, Art der Daten, Kategorien betroffener Personen, technisch-organisatorische Maßnahmen sowie Unter­auftragsverarbeiter – ergeben sich aus dem separaten Auftrags­verarbeitungs­vertrag (AV-Vertrag), der unter /avv abrufbar ist. Der AV-Vertrag wird bei der Registrierung durch aktive Zustimmung der Kundin geschlossen; Zeitpunkt und Konto-Zuordnung der Zustimmung werden protokolliert. Änderungen des AV-Vertrags erfolgen nach dem in dessen § 8 geregelten Verfahren.

(3) Für den Bibliothek-Einrichtungsservice (§ 9) gilt: Sofern die von der Kundin übermittelten Unterlagen personenbezogene Daten enthalten, verarbeitet der Anbieter diese ausschließlich weisungsgebunden zum Zweck der Einpflege in die Produkt- Bibliothek. Die Dateien werden in einem privaten, nicht öffentlich zugänglichen Speicher­bereich (Storage-Bucket) innerhalb der Europäischen Union abgelegt und nach Auftrags­ abschluss – spätestens jedoch mit Beendigung des Vertrags­ verhältnisses – gelöscht.

(4) Der Anbieter setzt zur Erbringung der Portal-Leistungen technische Unter­dienstleister ein (Hosting, Datenbank, Zahlungs­abwicklung, E-Mail-Versand). Die eingesetzten Dienstleister sowie deren Verarbeitungs­standorte sind in der Datenschutzerklärung benannt. Die Kundin stimmt der Einschaltung dieser Unter­ auftragsverarbeiter zu.

§ 13 Vertraulichkeit

(1) Die Parteien verpflichten sich, alle als vertraulich gekennzeichneten oder ihrer Natur nach vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und ausschließlich für Vertragszwecke zu verwenden. Als vertraulich gelten insbesondere die Empfehlungs­logik und der Regelkatalog des Anbieters, nicht öffentlich zugängliche Preis- und Vertragsstrukturen sowie personen­bezogene und geschäftliche Daten der jeweils anderen Partei.

(2) Nicht vertraulich sind Informationen, die (a) allgemein bekannt sind oder ohne Verstoß gegen diese Regelung allgemein bekannt werden, (b) der empfangenden Partei vor der Mitteilung nachweislich bereits bekannt waren, (c) von einem Dritten rechtmäßig ohne Vertraulichkeits­pflicht überlassen wurden oder (d) aufgrund gesetzlicher Verpflichtung oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind.

(3) Die Vertraulichkeits­pflicht besteht auch nach Beendigung des Vertrags­verhältnisses für einen Zeitraum von drei Jahren fort. Die datenschutz­rechtliche Vertraulichkeits­pflicht des Auftragsverarbeiters nach Art. 28 Abs. 3 lit. b, Art. 29 DSGVO (AVV § 4 Abs. 2) bleibt hiervon unberührt und gilt zeitlich unbegrenzt fort.

§ 14 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, insgesamt jedoch höchstens auf einen Betrag in Höhe der in den letzten zwölf Monaten vor Eintritt des schadens­ begründenden Ereignisses von der Kundin tatsächlich gezahlten Abonnement-Gebühren. Kardinal­pflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kundin regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Für den Verlust oder die Beschädigung von Daten (Kundinnen-Analysen, Bibliothek, Branding-Einstellungen etc.) haftet der Anbieter nach Maßgabe der Absätze 1 und 2. Die Kundin ist gehalten, ihre Daten in zumutbarem Umfang eigenverantwortlich zu sichern (z. B. durch regelmäßigen Export bereitgestellter Auswertungen); soweit ein Schaden bei einer solchen Sicherung nicht oder nicht in gleicher Höhe eingetreten wäre, ist die Haftung des Anbieters insoweit ausgeschlossen.

(4) Der Anbieter haftet nicht für den unternehmerischen Erfolg der Kundin, für konkrete Beratungs­ergebnisse gegenüber Endkundinnen oder für Umsätze, die die Kundin unter Einsatz des Portals erzielt oder nicht erzielt. Die im Portal erzeugten Produkt­empfehlungen sind Vorschläge auf Basis der eingegebenen Daten; sie ersetzen nicht die fachliche Einschätzung und Verantwortung der Kundin.

(5) Der Anbieter erbringt keine medizinische Beratung. Aussagen zu Wirkstoffen und Pflegeempfehlungen dienen ausschließlich kosmetischen Zwecken.

(6) Vorstehende Haftungs­beschränkungen gelten auch zugunsten gesetzlicher Vertreter, Erfüllungs- und Verrichtungs­gehilfen des Anbieters.

§ 15 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, soweit dies aus triftigen Gründen erforderlich ist (insbesondere Änderungen der Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung, technischer Rahmenbedingungen oder Anpassung an das Leistungs­angebot) und die Kundin dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.

(2) Die Kundin wird über beabsichtigte Änderungen mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform informiert. Widerspricht sie den Änderungen nicht innerhalb dieser Frist in Textform, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird die Kundin in der Änderungs­mitteilung gesondert hingewiesen. Bei fristgerechtem Widerspruch endet das Vertragsverhältnis mit Ablauf der laufenden Abrechnungsperiode; § 10 bleibt im Übrigen unberührt.

§ 16 Aufrechnung, Abtretung, Subunternehmer

(1) Die Kundin kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurück­ behaltungs­recht kann sie nur wegen Gegenforderungen aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.

(2) Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag darf die Kundin nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform auf Dritte übertragen. Die Zustimmung darf nicht ohne sachlichen Grund verweigert werden.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, zur Leistungserbringung Unter­auftragnehmer (insbesondere Hosting, Datenbank, Zahlungs­abwicklung, E-Mail-Versand) einzusetzen. Die aktuell eingesetzten Unter­auftragnehmer sowie deren Verarbeitungs­ standorte sind in AVV Anlage 3 benannt. Ein Wechsel oder die Hinzufügung eines Unter­auftrag­ nehmers erfolgt nach dem im AVV geregelten Verfahren.

§ 17 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesen AGB und den auf ihrer Grundlage geschlossenen Verträgen ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz des Anbieters.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Abbedingung dieses Textform-Erfordernisses.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

(5) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streit­beilegungs­verfahren vor einer Verbraucher­schlichtungs­stelle teilzunehmen (§ 36 VSBG). Ein solches Verfahren ist auf Verträge mit Unternehmerinnen im Sinne des § 14 BGB ohnehin nicht anwendbar.

Gültig ab: 31.08.2026

Frühere Fassungen dieser AGB sind auf Anfrage per E-Mail an info@veradex.de erhältlich.

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